Am Sonntag habe ich mich mit Uwe und Lizzy am Walchensee getroffen, weil ich mit Uwe zum Segeln verabredet war. Uwe hat dort einen Topcat-Katamaran liegen, den er sich vor einigen Wochen zugelegt hat. Als ich am mittleren Vormittag dort ankam, lag der See glatt wie ein Spiegel im strahlenden Sonnenschein.
Ein wahrhaft majestätischer Anblick, der sich einem da bietet, sobald man über den Kesselberg geklettert ist und auf der Walchensee-Seite herunterkommt. Der türkisfarbene See liegt da eingefasst von Bergen wie ein besonders wertvoller Edelstein in einem Schmuckstück …
Mit Uwe zusammen habe ich dann das Boot flottgemacht und die letzten Montage-Handgriffe erledigt (Uwe hat an dem Boot noch eine Spi-Tüte montiert, und das Spi mußte natürlich getestet werden). Dabei habe ich mich ziemlich blamiert – habe ich doch das Spi-Fall schießen lassen, weswegen wir dann das Boot noch mal auf die Seite legen mußten. Das Auge des Falls baumelte in etwa acht Metern Höhe am Mast, da kommt man anders einfach nicht dran :-)
Jedenfalls sind wir dann gegen Mittag in See gestochen und wie auf Bestellung frischte der thermische Wind auf – auf ca vier Beaufort, in Böen bis zu fünf – und wir konnten es so richtig krachen lassen. Diesmal war Lea nicht dabei, weswegen wir auch keine Rücksicht auf Frauen und Kinder nehmen mussten…
Leider ist dann nach etwa zwei Stunden Uwes Super-Duper-Carbon-Race-Pinnenverlängerung gebrochen, so dass er nicht mehr ins Trapez konnte. Daraufhin haben wir dann gemächlich den Hafen angelaufen, es uns aber nicht nehmen lassen, das Spi nochmal zu setzen – um damit mit Schwung die Anlegestelle anzusteuern.
Insgesamt ein fantastischer Tag, auch dank Andy, dessen Zwei-Millimeter-Tropen-Tauchanzug mir nicht nur perfekt passte, sondern mich auch genau richtig warm hielt. Und an dieser Stelle geht mein herzlicher Dank an Uwe – für’s Mitnehmen von und Teilen seiner langjährigen Segelerfahrung mit mir Hobbysegler.
